Die passende Zaunwahl für Dauer- oder Wechselweiden
Weidehaltung ist sowohl in der biologischen als auch in der konventionellen Landwirtschaft ein zentrales Thema und eine oft unverzichtbare Ergänzung zur Stallhaltung. Die Wahl zwischen Dauer- oder Wechselweide wird dabei von zahlreichen Faktoren beeinflusst: Neben Tierart, Bodenbeschaffenheit, Schädlingsbefall und Flächenstruktur der Weide spielen auch Arbeitszeit sowie betriebliche Ressourcen eine entscheidende Rolle.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was bei der Planung einer Weide zu beachten ist, welche Art des Weidezauns bei Dauer- bzw. Wechselweiden empfohlen wird und welche Zubehör-Artikel bei keinem Weidezaun fehlen dürfen bzw. das Herdenmanagement erleichtern.
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Folgende Fragen sollten im Zuge der Planung unbedingt beachtet werden:
- Welche Tierart soll gehalten werden?
- Welche Art der Weide soll bewirtschaftet werden? (Dauer- oder Wechselweide)
- Welche Zaunlänge ist geplant?
- Welche Stromquellen stehen zur Verfügung oder sind geeignet?
- Soll der Zaun nur zum Hüten von Tieren oder auch zum Fernhalten von Eindringlingen verwendet werden?
Einen Überblick zu den einzelnen Bestandteilen eines Weidezauns und genauere Informationen zu unterschiedlichen Weidezaungeräten finden Sie im Ratgeber "Weidezaungeräte".
Sicherheit, Erdung und Kennzeichnung
Um die Schutz- und Hütefunktion des Weidezauns zu gewährleisten, muss darauf geachtet werden, dass der Stromkreis immer geschlossen ist und nur bei Tierberührung Strom außerhalb des geschlossenen Systems fließt. Bewuchs entlang des Zauns, die Zaunlänge an sich und die Qualität der Stromleiter (inkl. Spanner und Verbinder) bzw. Isolatoren können die Leitfähigkeit beeinflussen.
Für den Personen- und Tierschutz ist es wichtig, auf die passende Erdung zu achten. So kann der Strom bei Berührungen mit dem Weidezaun über den Boden wieder an das Weidezaungerät geleitet werden. Dabei sollte man Erdpfähle aus nichtrostendem Metall verwenden und einen Mindestabstand von 3 m zwischen den Pfählen eines Erdungssystems und mindestens 10 m zwischen Pfählen unterschiedlicher Erdungssysteme einhalten.
Empfehlenswert ist auch eine Blitzschutzanlage, die zwischen Stromleiter und Weidezaungerät montiert werden kann. Diese verhindert Überspannungen, wie z. B. durch einen Blitzschlag, und kann so einen Defekt des Gerätes inkl. Folgeschäden (Ausbruch des Weideviehs oder Eindringen von Wildtieren) vorbeugen. Teilweise verfügen Weidezaungeräte schon über einen integrierten Blitzschutz, hier ist keine zusätzliche Blitzschutzanlage erforderlich. Informationen dazu sind in den jeweiligen Produktbeschreibungen in unserem Webshop ersichtlich.
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Gesetzlich vorgeschrieben ist auch die laufende Kontrolle und Aufzeichnung zur Funktionsfähigkeit des Weidezauns. Zaunprüfgeräte sind hier praktische Helfer zur einfachen und schnellen Kontrolle. Über ein optisches oder akustisches Signal kann ein Spannungsabfall entlang des Zauns erkannt werden.
Permanente Kontrolle und Überwachung bieten Zaunüberwachungssysteme. Mit den professionellen Geräten kann jederzeit aus der Ferne die Spannung des Zauns via App gemessen werden. Bei Spannungsabfall wird automatisch die hinterlegte Kontaktperson mittels SMS oder App-Benachrichtigung verständigt.
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